…Genau das hatte ich nicht. Und das hat mir wohl das Gefühl eingepflanzt, nie erfolgreich sein zu können. Erfolgreich sein, das fühlte sich irgendwie anstrengend an, wie Dauerstress. Ich weiß noch, wie gestresst meine Eltern immer waren.
Wollte ich denn überhaupt erfolgreich werden? Und was ist denn „erfolgreich“ ? Was ist für mich „Erfolg“? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Diese Bilder von „erfolgreichen“ Menschen waren in meinem Kopf wenig facettenreich, sondern eher reduziert auf „berühmt, bekannt, Unternehmer von Großfirmen, Chef mit Angestellten, streng, wortgewandt, charismatisch, selbstbewusst – Führer eben….mit erfolgreichem eigenen Business und auch finanziell reich.
Mein Kopf assoziierte mit erfolgreich vor allem „eigenes Business und finanziell frei sein“! Darum habe ich mich wohl nie erfolgreich gefühlt in dem Sinne. Obwohl es viele Erfolge anderer Art gab in meinem Leben.
Sehr wahrscheinlich spielen da auch die Erfahrungen meiner Eltern und Vorfahren eine Rolle. Ja, und ab und an hab ich es auch sehen und fühlen können, wenn ich in die Auflösungsarbeit ging.
Tief in meinem Inneren schlummert anscheinend immer noch so ein letzter Rest von schwammigem Unbehagen, nie wirklich erfolgreich gewesen zu sein. Oder nicht das Beste daraus gemacht zu haben.
Weil ich aus meinen wahren Talenten im Hobbybereich geblieben bin und hier nicht das finanziell erfolgreiche Business gegründet habe, das ich hätte womöglich aufbauen können.
Hätte, hätte, Fahrradkette!
Ich muss echt lachen, denn ich erkenne ja, wie absurd dies ist. Mein Kopf versucht, kalten Kaffee aufzuwärmen. Er versucht immer noch, mir ein schlechtes Gefühl einzupflanzen, was das betrifft. Er hat einen letzten Fetzen gefunden, den er mir nun vor die Nase hält in diesem wunderschönen Moment in der Sonne am Strand. Unverschämtheit. Dabei vergisst er alles andere, das ich stattdessen erfolgreich gemeistert habe.
Der letzte Fetzen eines alten Programms darf jetzt endgültig gehen. Denn ich merke, ich brauche es nicht mehr. Ich bin im Frieden mit mir und meinem Leben. Wozu brauche ich denn noch ein erfolgreiches Business mit Buchhaltung, Geschäftskonten und Angestellten?
Denn, wenn ich mich jetzt im Sterbebett fragen würde: Bin ich glücklich? Habe ich gelebt? Ich würde mir antworten: Ja, alles ist gut so wie es ist. Ich bereue nichts. Auch, wenn ich spät erst mein Glück gefunden habe.